Thursday, December 30, 2010

Die Weihnachtszeit ist vorbei und mein Kurz-Urlaub in der Eifel neigt sich auch dem Ende. Morgen laufe ich wieder beim Silvesterlauf in Trier und hoffe auf gute Stimmung, ein ordentliches Resultat und viel Spass. Nach einem turbolenten Dezember (2 Wochen Knieverletzung ohne Lauftraining, Uni pruefungen, Weihnachten, Schneemassen...) freue ich mich auf das neue Jahr. Sportlich hoffe ich auf ein erfolgreicheres Jahr als 2010 und habe mir deswegen vorgenommen bei Verletzungen nicht durchzutrainieren, sondern mehr auf meinen Koerper zu hoeren.

Euch alles Gute in 2011!
Thorsten

Thursday, November 25, 2010

Hier in Kopenhagen schneit es unaufhörlich,,,und deswegen konnte ich meinen heutigen Dauerlauf auf einer schonen weißen Schneedecke absolvieren.
Das Training läuft soweit ganz gut. Es fühlt sich schon fast so an, als würde das tägliche Laufen schon zum ganz normalen Alltag gehören. Ein Blick heute in mein Trainingstagebuch verrät aber, dass ich erst seit 7 Wochen täglich laufe. Jetzt freue ich mich auf einen guten Trainingswinter!
Beste Grüße

Monday, November 15, 2010

Ok, einen Monat ist es schon her, dass ich was von mir hören lassen habe. Und das hat seine Gründe. Ich kan wieder laufen ;)
Und dann kommt natürlich noch Uni und Arbeit hinzu (habe seit dem 12. Oktober einen Trainer Job bei Frederiksberg IF).

Interessanterweise lässt der Lernfleiß für die Uni mit erhöhten Training rasch ab. Nicht weil man so viel mehr Zeit fürs Training aufwendet. Man jkann a nunmal nicht den ganzen Tag laufen, sondern aus einem anderen Grund. Man glaubt schon etwas geleistet zu haben wenn man von einem 15km Dauerlauf zurückkommt. Man ist selbszufrieden und denkt sich, "Ach, ich habe schon etwas geleistet. Warum soll ich jetzt noch die 60 Seiten für morgen lesen..." Naja, ich glaube jedoch das ist jetzt nur temporär so und bald ist das tägliche Laufen Alltag und keine Neuheit mehr, die mich vom lernen "abhält".

Ich habe gestern meinen ersten Wettkampf seit knapp 8 monaten absolviert und habe einen kleinen Volkslauf in Dänemark in 31.13min gewonnen. Im vornherein hatte ich mir eine Zeit von unter 32min als Ziel gesetzt und kann daher mit dem Ergebnis gut leben. Während des Rennens habe ich jedoch für eine zeitlang geglaubt sogar unter 31min laufen zu können. Aber nach 5km (15:25) musste ich einsehen, dass das gestern unmöglich war und ich einfach noch nicht in der Form dazu bin. Das Rennen war im Rückblick ziemlich hart und meine Waden sind heute noch so hart wie Stein und das Rennen hat mir mehr zugesetzt als ich vermutet hätte. Es war halt eben mein erstes Rennen seit dem 02.04 (dem Tag an dem ich mir meine Verletzung zugezogen hatte) und das hat mich ganz schön zerlegt.

Allerdings bin ich mit deisem Formcheck zufrieden und hoffe, dass es weiterhin "aufwärts" geht. Ich bin guten Mutes, dass ich schon im Frühjahr wieder in der Laage bin die 10km in cirka 30min zu laufen.

Für jetzt bleibt festzuhalten: Ich kann wieder wöchentlich über 100km die Woche trainieren, ich werde mich in Zukunft hoffenlich wieder in meine Studienarbeit kniehen, und das beides zur gleichen Zeit!
Außerdem habe ich die große Freude ab jetzt für und mit "New Balance" (NB) zu laufen und bin von NB großzügig für den Winter eingekleidet worden, sodass die kalten und windigen dänischen Wintermonate mir nichts ausmachen werden!

Beste Grüße!
Thorsten

Wednesday, October 6, 2010

Ich habs tatsaechlich geschafft nach 6 Wochen Training die 100 "voll" zu machen. Letzte Woche bin ich zum erstenmal seit ueber einem halben Jahr wieder mehr als 100km gelaufen und ich bin echt zuversichtlich, dass es jetzt wieder los geht mit dem Laufen.

Montag 14km in 59min
Dienstag 14km in 58min
Mittwoch 15km in 63min
Donnerstag 14km in 59min
Freitag 14km in 57min
Samstag 14km in 59min
Sonntag 15km in 64min

Diese Woche werde ich versuchen mit einem leichten Fahrtspiel auch wieder in etwas intensivere Bereiche zu gelangen. Das wird bestimmt nicht einfach, denn nach einer Woche mit 100km waren meine Beine schon ziemlich muede. Daher werde ich die Umfaenge in den naechsten Wochen nicht grossartig erhoeren, sondern versuchen die km zu verkraften und auch versuchen intensivere Einheiten mit in das Training einzubauen.

Tuesday, September 28, 2010

Woche Nr. 5 liegt hinter mir und ich bin froh wieder einen Schritt in die Richtige Richtung gemacht zu haben. Dienstags habe ich an der CBS stafet mit Kollegen und Kolleginnen aus der Uni teilgenommen (jeder ist einen Abschnit von ca. 2,5km gelaufen) und auch wenn ich bei weitem nicht der schnellste der Teilnehmer war, so war es doch ein Erlebnis nach langer Verletzungspause und 4 woechigem Joggen sich wieder "schneller" zu bewegen...

Montag 12km in ca. 51min
Dienstag ca. 6km mit ca.2,5km in ca. 7:40
Mittwoch 14km in ca. 58min
Donnerstag 13,5km in ca. 56min
Freitag 14min in ca. 58min
Samstag 14k in ca. 58min
Sonntag 14km in ca. 58min

Es sieht ganz so aus als koennte ich es schaffen naechste Woche die 100er Marke zu knacken!

Monday, September 20, 2010

Erfreulicherweise hat meine Achillessehne auch diese Woche gehalte. So langsam kommt die Hoffnung auf, es koennte wirklich ueberstanden sein!
Mein Training der letzten Woche

Montag 12km
Dienstag 60min Aquajoggen
Mittwoch 12km
Donnerstag 12km
Freitag 12km
Samstag 12km
Sonntag 12km

Ich bin jeweils ca. 51-52min fuer die 12km gelaufen. Diese Woche werde ich zum ersten Mal jeden Tag laufen. Dienstag´s steht sogar die CBS Stafet an, wo zu viert
10km gelaufen wird. Das wird hoffentlich spassig feur uns alle und mal sehen ob ich noch ein bisschen schneller als einen 4er Schnitt laufen kann...

Beste Gruesse
Thorsten

Sunday, September 12, 2010

In dieser Woche hatte ich wirklich mal das Gefühl gelaufen zu sein:

Montag 9km in 38min
Dienstag Aquajoggen 50min
Mittwoch 10km in 42min
Donnerstag 10km in 42:30min
Freitag Aquajoggen 60min
Samstag 12km in 51min
Sonntag 12 km in 52min

Insgesamt also 53 km laufen - und das Schmerzfrei! Es sieht so aus, als könnte ich es wirklich in 6 Wochen von null auf hundert schaffen...
Mal sehen; das Wichtigste ist, dass die Achillessehne hält.

Grüße
Thorsten

Monday, September 6, 2010

In meiner zweiten "Laufwoche" musste ich meiner Erkältung ein bisschen Tribut zollen und war daher nur 2 mal im Schwimmbad und 3mal joggen.

Montag 50min Aquajoggen
Dienstag 7km joggen in 30min
Mittwoch 45min Aquajoggen
Donnerstag 9km laufen in 38min
Freitag frei
Samstag 9km laufen in 37min
Sonntag frei

Meine Erkältung hat mich die gesamte Woche begleitet - daher habe ich mich dann entschieden aufs Aquajoggen zu verzichten. Während es mich beim laufen nicht so sehr behindert hat, hat das Aquajoggen die Erkältung nur zusätlich verstärkt.

Das gute and den letzten 2 Wochen ist: Ich hatte keine Achillessehnenschmeren. Die schlechte Nachricht ist, das ich nur 25km die gesamte letzte Woche gelaufen bin. Das würde ich normalerweise an einem Tag laufen.

Aber der Weg ist das Ziel und ich bin schon auf dem Weg... (bin ich dann auch schon im Ziel...?!?)

Grüße aus KBH

Tuesday, August 31, 2010

Die erste Woche "zurück" auf den Wegen eines Sportlers liegt jetzt also hinter mir. Die ganz kleinen Schritte in Richtung Sportlerleben sahen so aus letzte Woche:

Montag 5km laufen in 24min
Dienstag 45min Aquajoggen
Mittwoch 5km laufen in 22min
Donnerstag 50min Aquajoggen
Freitag 7km laufen in 30min
Samstag 60min Aquajoggen
Sonntag 7km laufen in 30min

Anscheinend ist mein Körper diese enorme Trainingsbelastung einfach nicht gewöhnt und nach nur einer Woche Training habe ich mir bereits eine Erkältung eingefangen.
Vielleicht liegt´s auch einfach nur am Dänischen Wetter...

Der Plan ist übrigens von Mette und Henrik, meine Schwiegereltern, angelegt worden, weil ich dazu neige zu ungezühm in´s Training zu starten und deswegen meist von der einen Verletzung in die andere renne...

Jetzt freue ich mich auf Bewegung in dieser Woche!
Beste Grüße

Thursday, August 26, 2010

Von Null auf Einhundert

Ok, ich habe einen 6-Wochen Plan. Nachdem ich schon vor ein paar Monaten versucht hatte mit dem Laufen zu starten, musste ich schon nach einer Woche joggen die Laufschuhe in die Ecke stellen. Aber wie gesagt, jetzt habe ich ja einen 6 Wochen PLan... ich hoffe nur mich erwartet diesemal keine Entaeuschung. In den ersten 2 Wochen werde ich abwechselnd den einen Tag joggen (5km) und den anderen Aquajoggen
(40min) - in der zweiten Woche wird das Pensum auf 7km und 50min erhoeht. Ist nicht wirklich viel, aber nach fast 5 Monaten ohne Sport ist es ein Anfang. In der Sechsten Woche will ich dann schon (fast) 100km laufen. Von Null auf Hundert in sechs Wochen sozusagen...

Anbei noch ein Link zu einem Interview mit Alan Webb, der 14 Monaten kein Wettkampf bestritten hat und jetzt wieder Rennen laeuft:
http://www.letsrun.com/2010/webb-0825.php

Unter anderem sagt Alan Webb:

"I guess I've started the comeback. I've just run one race and it wasn't very good but it was a start and you have to start somewhere. I'm just kind of building on that and looking forward to this weekend (when I race again)," said Webb of his 14-month hiatus. "It's nice to be back at least in some sort of race"

Und da hat der Ami recht!
Das schoenste daran wieder mit dem Laufen zu beginnen ist, dass man sich ueber Ergebnisse freut ueber die man normalerweise total entaeuscht ist!

Beste Gruesse

Thursday, July 8, 2010

Fußball

Schade, dass es nicht für das Finale gereicht hat! Die spanische Mannschaft war der Deutschen einfach überlegen - aber vielleicht gewinnen sie ja noch die Bronzemedaille im Spiel um Platz drei gegen Uruguay. So soll auch der neue Kapitän, Philipp Lahm, gesagt haben: "Wir wollen jetzt die Bronzemedaille"!

Die Erwartungen an die deutsche Nationalmannschaft ist natürlich immer hoch, aber wer vor dem WM-Start gesagt hätte Deutschland spielt im Halbfinale der WM der hätte wohl möglich geantwortet: "Das wäre ja gar nicht schlecht! Die sind ja noch jung!"
Wie dem auch sei, da stand sie also, die junge Mannschaft, im Halbfinale. Doch um Bronze zu gewinnen, muss man im Fußball erst einmal im Halbfinale verlieren. Die Trauer, das Finale verpasst zu haben wird wohl größer sein als die Freude, das Spiel um Platz drei zu gewinnen...

In dieser Hinsicht hat man es als Leichtathlet doch leichter. Wer als junger, "ungesetzter" Sportler überraschend eine Bronzemedaille gewinnt, der darf feiern und sich ausgelassen über seinen Coup freuen. Er ist dritter Sieger und sieht sich nicht als einer der Verlierer. zumindest muss er nicht zuerst ins Tal der bitteren Tränen, bevor er sich, in einem weitern Wettkampf, die Bronzemedaille gewinnt.

Wie dem auch sei. Vielleicht war es ja doch nicht so unerwartet das Deutschland im Halbfinale gestanden hat - immerhin war es bereits die 12 Halbfinalteilnahme bei 17 Teilnahmen. Aber vielleicht gewinnt Deutschland ja noch die Bronzemedaille; das wäre die vierte, mehr als irgendeine andere Nation je gewonnen hat...

Friday, July 2, 2010

Homepages

Es gibt viele Seiten im Netz, die sich mit Leichtathletik ode Laufen befassen. Ich möchte einmal kurz die Seiten auflisten, die ich am meisten besuche. Normalerweise besuche ich leichtathletik.de taeglich und verfolge so die aktuellsten Geschehnisse n der deutschen (und auch internationalen) Leichtathletik. Viele Laufnews gibts auch auf letsrun.com - vor allem das Forum ist sehr stark besucht und wohl das aktivste Laufforum das es gibt. Allerdings drehensich die meisten Eintraege nicht um die Leichtathletik... Auf der Startseite kann man allerdings immer die aktuellsten und normalerweise interesantesten Forumsbeiträge auf einem Blick sehen. Zu meinen College Seiten war ich öfter auf der Seite, jetyt schaue ich ab und zu mal vorbei - meistens findet man keine großartigen Neuigkeiten, aber manchmal findet man sehr interessante Artikel (99%über Laufen) - aber halt auf Englisch. In meinen Augen hat die LG Telis Finanz Regensburg die beste Homepage eines Vereines - hier schaue ich auch gerne vorbei und freu mich immer wieder wenn ich kritische Beiträge lesen kann. In einem Atemzug mit der Regensburger Seite müsste man eigentlich die "www.la-coaching-academy.de" Homepage nennen. leider wird die Seite nicht mehr aktualisiert, weil lothar Pöhlity in den Ruhestand gegangen ist. Dennoch lohnt es sich vorbeizuschauen und sich die Artikel durchzulesen. Ich finde, dass die Artikel über Trainingslehre sehr informativ sind und vielleicht den ein oder anderen dazu bewegen sein Training zu überdenken, oder neue Wege zu gehen.

Außerdem möchte ich euch zwei dänische Homepages vorstellen. Das diese auf Dänisch sind ist zwar ein kleines Hindernis (ich mache mich gerade ans lernen) aber das meiste lässt sich durchaus auch ohne Dänischkenntnisse verstehen. Die eine Homepage wäre www.vivamarathon.dk, die andere http://mortenogemil.blogspot.com/. Ich kenne keine der beiden persönlich, aber ich finde die Seiten ganz interessant. Die erste Seite ist etwas unübersichtlich, aber man kann sich ja einfah mal ein bisschen durchklicken. Und nicht über die Musik erschrecken. Ich finde es immer interessant zu lesen, wie andere trainien. Wenn man zu www.vivamarathon.dk/troldborg.html kommt, findet man unten lauter Namen Dänischer (und auch ein paar intertnationale) Läufer. Meist wird das Training der einzelner Läufer dargestellt, oder zumindest kurz erläutert. Wenn man z.B. bei Dennis Jensen, oder Jesper Faurschou guckt, kann man sich die Trainingstagebücher (auf excel) runterladen.
Morten Munkholm ist ein dänischer 1500m Läufer der sein Trainingstagebuch sozusagen online führt. Damit ist es für jeden sichtbar, was sehr genaue Blicke in seinen Trainingsalltag zulässt. Kann man sich durchaus mal anschauen. Inzwischen hat er sich auf eine 3:40 verbessert - und als 1500m Läufer hatte er eine Woche im Winter mit 230km abgespult!

Wenn irgendeiner diesen Post lesen sollte und eine gute Internetseite kennt, bitte einfach posten! Merci!
Bis denne

P.S.: Ich laufe wieder ein bisschen. Kann jetzt schon 10km am Stück laufen. Ganze 32km in der gesamten letzten Woche. Ich hoffe im August wieder 100km pro Woche zu laufen.

Thursday, June 24, 2010

Unfall

Ok, super Sache. Ich bin bei einem gemuetlichen Radausflug letzten Sonntag gestuerzt und mein Brustkorb tut dermassen weh, dass sogar das atmen schwerfaellt. Und das bei einer kleinen Seightseeing Radtour! Ich habe gerade meine ersten 5 "Dauerlauefe" (10min-max.30min) gemacht - jetzt muss ich erstmal wieder aussetzten. Dabei bin ich gerade auf einer Trauminsel was die Laufstrecken angeht. Es gibt unzaehlige Trails auf denen man laufen kann - im Wald, am Strand entlang, ueber Felder, an alten Burgen vorbei... Was waere schoener gewesen morgens wieder eine halbe Stunde in einer herrlichen Gegend zu joggen, und abends die Deutsche Elf in das Achtelfinale einzihen zu sehen?!?

Thursday, June 17, 2010

Erfahrungen in den USA

Nach einem Jahr als Student an einer amerikanischen Uni bin ich also wieder zurueck in der Heimat. Und ich werde im August nicht mein Sophomore year, wie die Studenten im 2 Jahr in den USA genannt werden, antreten. Ich bleibe hier und werde ein neues Stdium beginnen. Die Gruende dafuer sind vielfaeltig und haben nicht mit dem amerikanischen Unisport System zu tun. Da einige mir von einem US-Aufenthalt abgeraten hatten, und wir auch bei internationalen Nachwuchsmeisterschaften immer vor den amerikanischen Trainern gewarnt wurden, will ich einen kleinen Einblick in meine persoenliche Erfahrung aus den USA geben. Dabei soll es sich haupsaechlich um laufbezogene Einblicke handeln. Ich bin zum Iona College in New Rochelle, ca. 4km von New York City (Bronx) entfernt, gegangen. Das Cross Country Team ist in den letzten Jahren immer in den Top Ten bei den Nationalen College Cross Meisterschaften gewesen, 2 mal war es sogar 2. Als ich im August 2009 nach New York kam, hatte ich nach einer fast 5 monatigen Verletzung erst wieder mit joggen angefangen. Noch bevor die Uni angefangen hat, sind wir mit ca. 35 Leuten in ein Camp gefahren, das vor allem dem Kennenlernen der "Neulinge" und als Startschuss fuer die neue Saison dienen sollte. Beim taeglichen Training konnte ich noch nicht mitmachen, weil ich immer noch Schmerzen in der Plantarsehen hatte.
Die Trainer haben mir alle Zeit gelassen und haben mir so gut es geht geholfen (The Strasburg sock hat mir schliesslich wieder das laufen ermoeglicht). Waehrend der Crosssaison war die Woche in etwa so strukturiert:
Mo-Fr Training 15:30
Sa frei
So 9:00
Montags, Mittwochs und Donnerstags wurden Dauerlaeufe bis zu 10 meilen (16km) gelaufen, waehrend Dienstags und Freitags haertere Laeufe anstanden. Das waren hauptsaechlich Berglaeufe, Tempodauerlaeufe, und spaeter dann auch Tempolaufe im Park.
Laut NCAA (Organisation, die den Unisport in den USA regelt) Regularien muss ein Tag in der Woche trainingsfrei sein. Das bezieht sich jedoch nur auf Training mit den Trainern, d.h. individuelles Training ist dennoch an diesem "trainingsfreien" Tag moeglich - wir nutzten den Samstag als Regenerationstag mit einem 5-10km Dauerlauf (oder nahmen uns wirklich trainingsfrei).
Sonntags fuhren wir haeufig in einen grossen Park um unseren Long Run zu laufen, der zwischen ca. 18-25km variierte.
Da alle Trainer ihre Bueros auf dem Campus haben, waren sie immer erreichbar und dadurch waren auch individuelle Absprachen moeglich. Bei uns in Iona wurde so verfahren, dass ausser an den Workout Tagen (Dienstag und Freitag) die Streckenlaenge der Dauerlaeufe nicht festgeschrieben waren, sondern vielmehr nach eigenem Befinden zwischen 10 und 16km liegen sollten. Je nach Leistungsstand erwarteten die Coaches auch, dass wir 2-3mal pro Woche 2 mal am Tag trainieren. Die zweite Einheit (6-10km) wurde morgens individuell absolviert und je nach Stundenplan strukturiert. Das bedeutet das uns eigentlich relativ grosse Freiheiten gewaehrt wurden, in Bezug auf wie wir unsere Dauerlaeufe an den Workoutfreien Tagen gestalten. Um eine Uebersicht ueber das Training der Athleten im Team zu haben, wurde von uns erwartet, dass wir unser Training auf flotrack fuer unsere Trainer online stellen. Dadurch konnten die Coaches sehen wie wir unsere individuellen Einheiten absolvieren. Woechentlich wurde uns ueber dieses System auch Rueckmeldung ueber unser Training gegeben und gegebenfalls auch Vorschlaege wie die Woche zu gestalten sei. Das hat eigentlich immer ganz gut geklappt. Vor allem bei Workouts war die Begleitung der Coaches super. Obwohl ich erst in den USA wieder richtig mit dem Laufen begonnen hatte, war ich derjenige mit den meisten Wettkaempfen waehrend der Crosssaison, wobei die Coaches mich eigentlich nicht so viele Rennen laufen lassen wollten. Dennoch, 6 Wettkaempfe sind nicht uebertrieben viel und ich habe die Rennen auch richtig genossen, da es einfach was ganz anderes ist als bei uns. Der Teamgedanke steht in der Crosssaison ueber alles und wenn man dann mit seinen Teamkollegen in der Startbox steht dann ist das schon ein motivierendes Gefuehl. 5 Laeufer punkten fuer eine Universitaet und normalerweise starten mindestens 7 Laeufer aus einem Team das Rennen. Im Allgemeinen steht in den USA der Teamgedanke an oberster Stelle - dies ist nicht nur sozial eine tolle Erfahrung, sondern ermoeglicht auch, dass man taeglich in einer leistungsfaehigen und leistungswilligen Gruppe trainiert. Die Spitzenlaeufer im Cross Country Team in Iona laufen grundsaetzlich ca. 100-160km pro Woche. 160km sind die Spitzenwochen und je nach Typ und Leistungsstand betraegt der Durchnittskilometerschnitt etwa 140km bzw. eher 100km pro Woche. Da ich waehrend der Crosssaison eigentlich noch im Aufbau war, konnte ich im Winter nicht so hohe Umfaenge trainieren. Absolutes Highlight der Cross Saison in den Staaten ist natuerlich die Nationale Cross Meisterschaft, etwas das man mal erlebt haben muss.
Die sogenannte Track Season ist durch 2 Wettkampf Perioden gekennzeichnet: die Hallensaison und die Bahnsaison. Auch wenn wir in Iona die Hallensaison nicht ganz so ernst genommen haben, liefen wir trotzdem bei dem ein oder anderen Meeting mit. Als NCAA Div.1 Team muss bei eine gewisse Anzahl an Wettkaempfen absolvieren und bei diesen auch eine Mindesanzahl an Athleten stellen. Im Prinzip wird aber nach dem gleichem Schema wie im Herbt/Winter trainiert. Anstatt Nachmittags wird das gemeinsame Training morgens um 11Uhr trainiert. Da im Nordosten der USA ein Winter ohne Schneestuerme kaum vorstellbar ist, wird ueblicherweise einmal pro Woche in der Halle trainiert. Wenn das Wetter es zulaesst, wird die zweite Einheit draussen trainiert - Berglaeufe oder Tempodauerlaeufe. An den grossen Hallenmeetings hatten wir dieses Jahr nicht teilgenommen, da unser Augenmerk der Bahnsaison galt. Da die Zeit zwischen Hallen - und Bahnsaison sehr kurz ist (im April gehts schon los, wird nach einer kurzen Regenerationsphase gleich die Aufmerksamkeit auf die Outdoor Season gelegt. Persoenlich konnte ich leider nur ein Rennen in diesem Sommer laufen, da ich danach mit einer hartknackigen Achillessehnenentzuendung ausser Gefecht war. Ich haette gerne die Atmosphaere der grossen College Meetings, wie z.B. bei den Penn Relays (60.000 Zuschauer) erlebt - etwas, dass man nicht so einfach zu Hause erleben kann. Oft wir dem amerikanischen Unis vorgehalten, dass sie die Athleten verheizen. Das mag in manchen Unis durchaus vorkommen - in Iona war das eigentlich kein Thema. Dennoch kamen auch Doppelteinsaetze bei uns vor, z.B. bei Conference Meets, aber auch bei uns "doppeln" ja einige ab und zu bei Landesmeisterschaften o.ä.
Die Bedingungen an den meisten Universitaeten sind sehr gut und fuer Deutsche Clubs in den meisten Faellen unbezahlbar. Die guten Einrichtungen, eigene medizinische Abteilung, Physiotherapie, Fitnessraeume sind auf dem neusten Stand - bezahlt wird alles durch und fuer die Football und Basketball Teams, aber auch die anderen Sportarten profitieren von den Bedingungen die den Sportlern zur Verfuegung stehen.
Die Befuerchtungen, dass ein USA Aufenthalt zum Nachteil fuer den Sport wird, kann ich nicht bestaetigen.
Ich persoenlich hatte nie das Gefuehl ausgenutzt zu werden, im Gegenteil, die Coaches haben immer versucht mich so gut wie moeglich fuer die Wettkaempfe vorzubereiten. Auch nachdem ich den Trainern mitgeteil hatte, dass ich bereits nach einem Jahr nach Hause gehe, haben sie sich noch bestens um mich gekuemmert und sich bemueht meine Verletzung in den Griff zu bekommen.

Natuerlich sind die Sorgen, die Nachwuchslaeufer und deren Trainer haben berechtigt. Das Studium an einer amerikanischen Uni ist eine Umstellung und birgt natuerlich Risiken - vor allem wenn der Sportler in einer guten, erfolgreichen Beziehung mit seinem Heimtrainer steht. An fast allen Schulen wird erwartet nach deren Trainern zu trainieren, sodass der Heimcoach kaum Einfluss am Training hat. Allerdings sind die Trainer gut ausgebildet - wem ein gutes Track Program wichtig ist, sollte sich davor ueber das Uni Team informieren. Wenn das Team erfolgreich ist, dann steht dahinter meist ein guter Coach. Wer schon gute Vorleistungen erbracht hat kann sogar nach einem 3 taegigen Besuch der Uni fragen. Wenn die Uni Interesse hat, wird dieser "Recruting Visit" von der Uni bezahlt.

Also, keine Angst vor einem USA Aufenthalt! Die meisten die dort waren haben tolle Erfahrungen gemacht - auf und abseits der Bahn!

Wenn ihr irgendwelche weitere Fragen habt, oder ihr denkt ich bin auf etwas wichtiges bezueglich des Laufsports an des US Unis nicht eingegangen, bitte einfach einen Kommentar posten. Danke!

Wednesday, June 16, 2010

Mein USA Aufenthalt gehoert jetzt der Geschichte an - gestern bin ich wieder im alten Europa gelandet. Seit meinem ersten Laufversuch letzter Woche bin ich noch 2 mal laufen gewesen, 15min und 20min. Ich taste mich also langsam heran. Demnachst hoffe ich ueber laufen in den USA schreiben zu koennen...

Friday, June 11, 2010

first entry

Ok, so this is the hour of birth of this little blog. This actually is good timing because I´m coming home from my first run in 10 weeks after an achilles injury. And while I was running for incredible 10min I asked myself if there is any runner out there that can explain me why we are doing this stuff by our own choice? I felt horrible out there, fighting with myself and struggling to keep a more or less good form. Fortunately, my fiancee watched me so I could complain about running with someone after my "run" while I was searching for breath. Well, while we were sitting on the bench at the little lake I ran around twice in those 10min, my fiancee said I might struggle now but I would be European Champion in 5 years. Despite that the next Europeans are in 4 years, I think it really buildet me up and is kind of a nice goal - no matter what will happen 4 years from now at the European Championships.
This being said, keep running and enjoy!